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Her mit der Deutschen-Quote!

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Im Schatten der Fußball-WM erleidet eine andere Teamsportart einen unglaublichen Rückschlag: Die Handballer verpassen nach EM und Olympia nun auch noch die Weltmeisterschaft 2015! Jetzt muss eine radikale Entscheidung her.

Für den Handball ist die Nationalmannschaft die Lokomotive, trotz aller Erfolge der deutschen Klubs auf internationalem Parkett. Und genau da gilt es nach dem WM-Aus für das DHB-Team anzusetzen. Wie viele deutsche Spieler sind in den Top-Klubs gesetzt und müssen auch wirklich Verantwortung in entscheidenden Situationen übernehmen? Viel zu wenige! Heiner Brand hat das über Jahre bemängelt und wurde dafür immer von den Verantwortlichen der Vereine angegangen. Jetzt ist es an der Zeit, dass sich DHB und HBL zusammensetzen und Lösungen erarbeiten. Eine echte Quote für deutsche Spieler ist wohl der einzige Weg. Das Geschrei aus der Liga dürfte groß sein, ich kenne das vom Basketball. Natürlich denkt jeder Bundesligist zuerst an seinen Erfolg und seine Finanzen, gleiches gilt für die Liga.

Aber ich glaube, dass das eine das andere nicht ausschließt. Der deutsche Handball-Nachwuchs kann sich sehen lassen. Die Spieler werden schneller lernen, Verantwortung zu übernehmen, wenn sie das Woche für Woche tun müssen. Auf nationaler Ebene würde die Quote die Kräfteverhältnisse wahrscheinlich gar nicht so sehr verschieben, aber international würde es für die deutschen Clubs schon schwieriger. Dessen bin ich mir bewusst, würde den Weg aber trotzdem gehen. Langfristig glaube ich nämlich an die Qualität der heimischen Spieler.

Es geht nicht um einzelne Personen

Damit wir uns nicht falsch verstehen, die Liga und der Handball brauchen internationale Topstars in der Bundesliga, da möchte ich ja gar nichts ändern. Aber die Nationalmannschaft braucht auch Spieler, die auf höchstem Niveau Erfahrung gesammelt haben. Da sollte doch eine vernünftige Mischung möglich sein. Die Mannschaft hat gegen die Polen kämpferisch absolut überzeugt, war aber in den entscheidenden Situationen nicht abgezockt genug. Das Überzahlspiel in der zweiten Partie sei hier erwähnt. Ich glaube einfach, dass solche Dinge mit genügend Erfahrung auf so einem Niveau besser funktionieren.

Jetzt nur über einzelne Personalien zu diskutieren, wird am Ende nicht wirklich helfen. Es gilt, das Übel wirklich bei der Wurzel zu packen. Ich bin sehr gespannt, wie die Verantwortlichen aus Verband und Liga mit dieser sehr schwierigen Situation für die Sportart Handball umgehen. Wir hatten ein rein deutsches Champions-League-Finale, deutsche Klubs gewinnen fast regelmäßig internationale Trophäen, aber die großen Turniere finden ohne Deutschland statt? Da kann doch wirklich etwas nicht stimmen! Die Wahrnehmung einer Sportart findet sehr stark über die Nationalmannschaft statt, da liegt eine ganz schwierige Zeit vor dem Handball.

Es gilt die Frage zu beantworten, wer Interesse an einer starken Auswahlmannschaft hat und bereit ist, wirklich etwas zu verändern!

Euer Buschi

Quelle: n-tv.de


Wie erkläre ich das meiner Frau?

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Tennis in Paris, Handball der Spitzenklasse in der Champions League, Playoffs im deutschen Basketball, Weltmeisterschaft im Hockey, ein spanischer Milchbubi auf dem Motorrad – und dann auch noch die deutschen Fußballer. Wahnsinn!

Das vergangene Wochenende hat mich als Sportverrückten komplett in den Bann gezogen, begeistert und durchdrehen lassen. Das ging morgens in Paris los, da wird ja gerade ein recht bedeutendes Sandplatz-Tennisturnier gespielt, da bleibe ich gerne mal hängen. Die deutschen Spielerinnen und Spieler sind allerdings bis auf Andrea Petkovic alle raus. So neu ist das bei großen Turnieren, gerade auf Sand, aber nun auch nicht. Gelungen fand ich den Auftritt von Philipp Kohlschreiber gegen Andy Murray. Da war endlich mal Feuer drin, leider hat es am Ende knapp nicht gereicht. Von Angelique Kerber war ich im Match gegen Eugenie Bouchard extrem enttäuscht. Schlechte Tage gibt es, aber da hat alles gefehlt. Die Körpersprache hat mich fast erschreckt.

Aber ich wollte ja über das Sportwochenende berichten. Am Samstagnachmittag habe ich mir das Halbfinale der Kieler in der Champions League gegen Veszprem angeschaut und wieder den unbändigen Willen dieser unglaublichen Handballmannschaft bewundert. Dann musste ich das Wohnzimmer mal verlassen und habe mir live in der Halle die Basketballer von Bayern München gegen Oldenburg angesehen. Pure Werbung für eine phantastische Sportart. Die Oldenburger gewannen nach zwei Verlängerungen in München und zwangen die Serie in ein Spiel 4.

Ich war total begeistert vom Spiel, komme nach Hause und höre, dass Flensburg ein unfassbares Match gegen Barcelona im zweiten Halbfinale der Handball-Champions-League gespielt hat. Gut, dass ich das aufgenommen habe. Das war mal der helle Wahnsinn. Holger Glandorf überragend und Flensburg gewinnt im Siebenmeterwerfen, mehr geht nicht! Was für ein Match. Danach schlafen.

Was für ein geiles Sportwochenende!

Am Sonntagmorgen dann Start mit den Hockey-Herren und einem lockeren 4:0 beim WM-Auftakt gegen Südafrika. Pflichtsieg. Dann der Irrsinn auf zwei Rädern bei der Moto GP. Ein toller dritter Platz in der Moto 2 für Jonas Folger und anschließend eine erneute Demonstration des spanischen Wunderkinds Marc Marquez in der höchsten Klasse. Dieser spanische Milchbubi macht Dinge auf seinem Motorrad, das ist unglaublich. Unfassbar beeindruckende Bilder. Danach wieder Tennis, wie momentan jeden Tag.

Anschließend rein ins deutsche Champions-League-Finale im Handball. Flensburg zeigt einmal mehr Comeback-Qualitäten und bezwingt den THW Kiel. Ein ganz starker Auftritt und ein verdienter Titel. Der deutsche Vereinshandball steht recht gut da. Mal schauen, ob die Nationalmannschaft demnächst nachzieht.

Kurz noch bei Alba Berlin gegen die Artland Dragons in der Basketball-Bundesliga reingeschaut, Berlin gewinnt das Ding sicher und führt 2:1 in der Serie. Meine Frau findet es mittlerweile nicht mehr lustig und schüttelt nur noch mit dem Kopf. Es kommt ja noch Fußball, Deutschland gegen Kamerun. Ich muss mich auf die WM einstellen. Gelernt habe ich, dass Testspiele zwar nicht wirklich wichtig sind, aber wertvolle Erkenntnisse liefern. Je nachdem, wie sie ausgehen.

Nach dem Kick in Mönchengladbach war dann auch in Paris Schluss mit Tennis. Ab ins Bett! Was für ein geiles Sportwochenende, ich liebe das! Aber wie erkläre ich meiner Frau die nächsten sechs Wochen?

Euer Buschi

Quelle: n-tv.de


Handball-Finale bereitet Bauchschmerzen

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Mit nur zwei Toren Vorsprung gewinnt der THW Kiel die Handball-Meisterschaft vor den Rhein-Neckar Löwen. Das war spektakulär – aber auch fragwürdig, wenn man sich die letzten Spiele anschaut. So sollte der Titel nicht vergeben werden.

Erst mal Gratulation an den THW Kiel zur 19. Deutschen Handballmeisterschaft! Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason hat zum Abschluss der Saison ein tolles Spiel gegen die Füchse aus Berlin abgeliefert. Kiel schlug den Pokalsieger mit unglaublichen vierzehn Toren Differenz. Im Fernduell mit den Rhein-Neckar Löwen, die mit fünf Toren beim Altmeister Gummersbach gewannen, entschieden am Ende zwei Törchen. Während des letzten Spieltages ging es hin und her, nichts für schwache Nerven. Zur Pause sah es sogar nach zwei Entscheidungsspielen zwischen beiden Mannschaften aus. So war es eine unglaublich dramatische Entscheidung, die der Sportart sicherlich viel Aufmerksamkeit brachte.

Dennoch habe ich bei der ganzen Geschichte erhebliche Bauchschmerzen. Am Ende einer Saison mit 34 Spielen entscheidet die bessere Tordifferenz? Das kann es nicht sein. Warum? Mich haben an den letzten sechs bis sieben Spieltagen einige Ergebnisse arg gewundert und teilweise auch geärgert. Bei der Handball-Bundesliga (HBL) heißt es immer, es gäbe keine einfachen Auswärtssiege. Plötzlich aber gewinnen die Meisterschaftskandidaten in gegnerischer Halle mit Rekorddifferenzen?

Ein direktes Duell, das wäre es

Da bleibt bei mir einfach ein fader Beigeschmack. Für einige geht es zum Ende der Saison um nichts mehr, da fehlt einfach der letzte Funke. Auch eine 14-Tore-Niederlage des Pokalsiegers beim Meister ist nicht alltäglich. Das kann man den unterlegenen Mannschaften noch nicht einmal vorwerfen, das ist ein Problem des Reglements.

Playoffs wären eine Lösung, die für Spannung, mehr Gerechtigkeit, aber leider auch zu einer erheblichen Mehrbelastung für die Spieler sorgen würde. Das wird wohl nicht auf viel Gegenliebe stoßen. Generell ist die Belastung eh schon extrem hoch. Die Topspieler kommen mit internationalen Auftritten auf rund 90-110 Spiele im Jahr! Wie im Fußball ist mir auch im Handball vor allem die Champions League viel zu aufgeblasen. Da könnte man ran. Ebenfalls bleibt die Frage, ob die Bundesliga 18 Mannschaften braucht. Aber erzähl das mal den kleineren Clubs, die auf die Einnahmen eines jeden Heimspiels angewiesen sind. Den Königsweg habe ich da auch nicht.

Aber die Meisterschaft hätte ich lieber über das direkte Duell der beiden Topteams gegeneinander entschieden gehabt. Dann bleiben die angesprochenen Probleme außen vor. Also, von vornherein regeln, dass bei Punktgleichheit der direkte Vergleich entscheidet. Das wäre die beste Lösung ohne Mehrbelastung. Vielleicht denkt man bei der Liga mal darüber nach.

Euer Buschi

Quelle: n-tv.de


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